Kauf eines Birmakittens...

Die Preise eines reinrassigen Birmakätzchens von seriösem Züchter varieren stark und bewegt sich, abhängig von verschiedenen Faktoren, in der Regel zwischen 700 - 1400 Euro.

 

 

 

 

 

 

 Warum sind Rassekatzen so teuer?

 Was bekomme ich für das Geld?

 

 

Bei uns bekommen sie ein Kitten

- das bereits ans Katzenklo gewöhnt ist und dieses nutzt

- das mit hochwertigem Futter und Liebe aufgezogen wurde

- das (kleine) Kinder kennt und gut sozialisiert das Haus verlässt

- das mindestens 12 Wochen bei seiner Mama bleibt

- das Alltagsgeräusche und das Leben in der Familie kennt

- bei dem viel Wert auf Gesundheit gelegt wird- Gesundheitszeugnis vom Tierarzt mitbringt

- mindestens Grundimmuniesiert (2-fach gegen Schnupfen+Seuche geimpft)

- gechipt und entwurmt

- reinrassig mit Stammbaum und in einem ordentlichen Zuchtverein registriert ist

- das ein Starterpaket (Futter, Deckchen usw.) mit ins neue Zuhause bringt.

 

Unsere Kitten können mit Abschluss eines ordentlichen Kaufvertrages und einer Anzahlung vorab fest reserviert werden. Gerne dürfen sie ab einem Alter von (frühstens) 6-8 Wochen besucht werden.

Ohne Anzahlung ist vorab nur eine beiderseits unverbindliche Anfrage  möglich.

Warum sind Rassekatzen denn so teuer?

Das haben wir uns auch gefragt als wir damals die Peise für ein Birmchen erfuhren! So teuer?  Warum will sich der Züchter  so bereichern während ich mir auf jedem Bauernhof kostenlos ein Kätzchen holen darf !? Die Züchter spinnen ja!

 

Jetzt weiß ich es besser :)

 

Die Antwort ist auf vielen Homepagen bereits zu finden und Detailgenau aufgeführt.

Ich möchte nur kurz ein paar Gründe für diese Preise aufführen! Gerne können sie auch einfach einen Blick in die Rechnungsordner werfen, die Ordner geben auch Aufschluss über die Entstehung der Preise!

 

Für eine (Zucht)Katze braucht man so einige Dinge.... Kratzbäume (und wer bei einer Zucht nicht halbjährlich "die günstigen Varianten" kaufen und weg werfen will kauft einen Echtholzkratzbaum mit waschbaren Kissen - hier waren bei uns (nachdem wir für die erste Variante schon einige Hunderte Euro weg geworfen hatten) mal schnell über 700 Euro ausgegeben für die Kratzbäume. Wurfboxen für die Aufzucht (je 50-150 Euro), Holzfreigehege für die Babyaufzucht mit Plexiglas damit die Babys nicht alles vollmachen bis sie stubenrein sind (ca. 530 Euro) und doch im Wohnzimmer dabei sein können und alles mitbekommen, Transportboxen in verschiedenen Auführungen und Größen (auch für Flug) haben wir ca. 200 Euro ausgeben, Futterschalen, Spielzeug, Schlafbettchen und Höhlen... Ach die Liste findet kein Ende und es kommt hier immer wieder neues hinzu oder muss einfach ausgetauscht werden!

Nun auf zur Zucht...

Zunächst sollte eine Zuchtkatze angeschafft werden. Diese kostet ca 1000 Euro, auch mal mehr oder weniger. Natürlich müssen hier aber noch Tests wie Blutgruppenbestimmung, FeLV/FiV, PKD usw. durchgeführt werden. Das kostet nicht wenig Geld und am Schluss kommt es immer wieder mal vor, dass sich eine Katze nicht zur Zucht eignet und kastriert werden muss, noch  bevor sie zur Zucht eingesetzt werden kann (sei es das sie nicht aufnimmt, eine Gebärmuttervereiterung bekommt oder sich aus anderen Gründen einfach nicht eignet). Das Geld ist trotzdem bezahlt. Das hatten wir leider auch schon das ein oder andere Mal...

Aber jetzt gehen wir davon aus das sie ganz toll ihre ersten Babys bekommen kann... Dazu brauchen wir natürlich einen Kater! Einen eigenen Kater (der in der Anschaffung mal schnell 1200 Euro + evlt. sogar (wie bei uns als wir Zac aus Italien holten) noch  Flug ins Ausland +Tests kostet sind hier mal schnell 2000 Euro weg) stellen sich die Käufer sehr leicht vor. Aber versuchen sie mal einen potenten Kater zu halten. Ich höre immer wieder von Menschen bei denen es gut funktioniert, aber in der Regel markieren die Kater mehr oder weniger stark und rufen lautstark nach ihren Mädchen. Wie also kann man einen pieselnden Kater halten, so dass er ein glückliches Katerleben hat und nicht irgendwo in einem Käfig oder Keller versauert??? Die Nachbarn freuen sich :) Es ist oft mit viel Arbeit und Kosten verbunden den eigenen Kater zu halten (Freigehege- das schnell ein paar Tausend Euro kostet, einige Katerhöschen damit er jeden Tag stundenweise frei mit der Gruppe laufen kann und evlt. ein Extrazimmer für ihn müssen also her). Und natürlich kostet er, wie die Zuchtkatze auch regelmäßig GEld (Futter, Tierarzt/Impfungen uvm).  Wer das nicht bieten kann dem bleibt oft nur Fremddecken - wofür man Ruck Zuck  350-600 Euro  zahlt + Benzinkosten und Tierarztcheck damit man kommen darf.  Beim Fremddecken nimmt die Katze nicht immer gleich auf und ggf. fährt man mehr als einmal die Strecke. Selten wohnt ein geeingneter Kater gleich ums Eck und so kann dies schon teuer und aufwendig werden.

 

Jetzt gehen wir davon aus es hat geklappt und die Katze ist trächtig. FREU*

 

Aber nun geht das ganze ja weiter! Die Katze braucht jetzt noch mehr Futter, Pflege oder auch mal Zusatzprodukte (wir geben gerne Colostrum u.ä. für das Immunsystem). Gutes Futter ist uns SEHR wichtig, was man an Fell und Gesundheit meiner Meinung nach auch sehen kann! Hier kostet eine Dose (mit HOHEM Fleischanteil und ohne Getreide/Zucker) eben mal im Durchschnitt 1,50 Euro die Dose (eine Sorte mehr, die andere weniger-daher Durchschnitt). Wir füttern z.B. GranataPet, Power of Nature, Leonardo, Mac`s, Animonda, AniForte, Escapure usw.). Einfach mal die Preise googeln!  Das bei mehreren Katzen+Kitten eine Dose am Tag nicht reicht ist klar :) Da kommt so einiges zusammen an Futterkosten!. Trockenfutter (in KLEINEN Mengen), Aufzuchtsmilch, Aufzuchtmaterialen wie Spitzchen, Klemmen, Unterlagen uvm.,  Katzenstreu (mit Klumpstreu mit Babypuderduft ist hier meist unsere Wahl) kostet auch regelmäßig viel Geld. Und es sind eben teilweise noch kleine und unerzogene Kätzchen die in unserem Haus toben und so leidet doch das ein oder andere Mal die Einrichtung wie Couch, Kinderbetten (Lieblingsplatz unserer Katzen), Blumen, Vorhänge usw, Schränke (wenn sie eben doch mal still und heimlich bis zur Stubenreinheit etwas hinteralssen) beschädigen und müssen neu angeschafft werden.

 

Dann sollte man doch auch auf Katzenausstellungen das ein oder andere mal seine Katze zeigen, um sich die "zuchttauglich" bestätigen zu lassen. Auch für Kontakte (neuen Deckkater/Zuchtkatze) finden usw. sind diese Ausstellungsbesuche von Vorteil. Für ein Ausstellungswochenende mit zwei Katzen sind hier schnell über 100 Eur bezahlt + Benzinkosten + wenn die Ausstellung weiter weg ist auch mal Hotelkosten. Hier empfiehtl sich auch zum Schutz der Katze einen eigenen Käfig (Habitat) mitzubringen damit nicht jeder seine Finger und Bakterien von A nach B trägt. Ein Habitat kostet aber auch schon ÜBER 200 Euro und hier sind die Kissen usw. noch nicht dabei. Wir haben inzwischen für Ausstellungsdeko schon ca. 700 Euro liegen lassen- die Ausstellungskosten möchte ich gar nicht rechnen :)!

 

Es gibt noch so einige Kleinigkeiten wie Inserate, Verein, Stammbäume die immer wieder ein paar Euro kosten - aber ich denke das genügt der Aufzählung.

 

Regelmäßig, mindestens einmal im Jahr (wenn die Katze gesund ist und bleibt) sollte sie dennoch dem Arzt vorgestellt und geimpf werden. Natürlich auch regelmäßig zur Sicherheit entwurmen ist für uns ein muss. Wenn doch mal eine Katze krank werden sollte oder vor/bei der Geburt Komplikationen auftreten, dann kommen eben auch mal schnell EINIGE  Kosten für Ultraschall oder Kaiserschnitt o.ä. hinzu. Das man also schnell mal einige Hunderte Euro beim Tierarzt lassen kann bauche ich wohl nicht zu erwähnen. Beispiel: eine unserer ersten Katzen hatte als junge Katze (ca ein Jahr alt) tatsächlich eine Gebärmuttervereiterung bekommen, weil sie wohl zu oft gerollt hatte oder warum auch immer.. und schnell war sie kastriert - Kosten die wir in der Tierklinik gelassen haben für Behandlung und Kastration lagen bei ca.  700 Euro. Und das war nur ein kleines Bsp von dem was kommen kann. Auch ein Notkaiserschnitt - den wir nun einmal mitmachen durften - an einem Wochenende kostet mal schnell fast 1000 Euro.

 

Auch die Kitten müssen vor der Abgabe mindestens zwei Mal zum Tierarzt für ihere Impfungen, Check und das Setzen des Chips.  Rufen sie mal ihren Tierarzt an und fragen was eine Imfpung + der das Setzten eines Chips und Wurmkuren kosten :)

 

Weiter will ich nun nicht auf die Kosten eingehen. Ich denke für einen ersten Eindruck sollte das reichen :)  Nur sollte gesagt sein, dass die Kosten der Zucht doch das ein odere andere Mal die Einnahmen durch Kittenverkauf  übersteigt. Reich wird man also auf keinen Fall - wenn man es "richtig" macht und wer die Katzenzucht nicht aus Liebe und als Hobby beginnt sollte es lieber lassen.  Die Stunden die man mit der Aufzucht, Ausstellungen, Fahrten und sonstigem verbringt darf ein Züchter gar nicht rechnen. Und es ist auch nicht einfach eines seiner Babys oder Kastraten an "Fremde" abgeben zu müssen... ABER strahlende Kinderaugen, liebe Mails und Fotos von Menschen die unsere Zwerge glücklich machen ist es alle Mal Wert! Und für mich ist es zu Beruf und Kindern einfach MEIN HOBBY- der Ausgleich der mich glücklich macht!

 

Und warum könnten "Schwarzzüchter" dann die "gleichen" Katzen so günstig anbieten?

Ja- genau das die Frage. WO wird hier eingespart?

Entweder haben diese "Züchter" die gerne mal ein "Rassekätzchen - nur weil es ohne Papiere ist" 300 Euro günstiger her geben zu viel Geld (aber das ist wohl eher selten der Fall. Für die Käufer, die solche "Züchter" gefunden haben - herzlichen Glückwunsch)) oder dieser "günstigen" Anbieter müssen diese 300 Euro einfach einsparen. Nur wo...

 

Ich könnte mir vorstellen:

Man könnte vielleicht am Futter sparen. Warum nicht Marke X mit 4% des besagten Fleischanteils nehmen, dafür mit schönem  Zucker und Co. und Schlachtabfällen als Hauptbestandanteil statt Muskelfleisch -das haben andere Katzen auch überlebt und die große Dose kostet ca. 35 Cent. HIER lässt sich schon einiges einsparen!! Oder noch bessern einfach nur günstiges Trockenfutter und das Nassfuttern ganz weg lassen- so kann man Katzen auch für SEHR wenig Geld ernähren. Wenn das Kätzchen doch krank wird oder der ausgelaugten Mama die Power fehlt..naja...wenn kein Geld für den Tierarzt da ist gäbe es ja vielleicht die Möglichkeit sie schnell zu verkaufen (wenn es nicht offensichtlich ist), oder anders los zu werden :(

Dann werden wohl am besten die Kitten nicht , wie bei seriösen Züchtern üblich, frühstens mit 12 Wochen, sondern am besten schon mit 8 Wochen oder früher abgeben. Das spart Futterkosten, Imfpkosten, evlt. Arztkosten und die Mama wird schnell wieder rollig und kann neu eingedeckt werden und weitere Kitten erzeugen. Tierarztkosten lassen sich auch prima einsparen. Wer braucht schon regelmäßige Gesundheitschecks, Tests, Impfungen und Co?  Und sieht man immer ob es wirklich reinrassige Kitten sind?  Manchmal werden die lustigsten Mischlinge an Unwissende als Rassekatzen verkauft - Kitten bei denen höchstens mal ein Birmchen vorbei gelaufen ist. Manchmal haben sie auch Ähnlichkeit und selbst ein erfahrener Züchter kann es optisch nicht immer gleich erkennen. Oft ist es aber eben nicht der Birmatypische Charakter!! Und so sind doch leider SEHR SEHR viele der "reinrassigen Katzen ohne Papiere" einfach nur nette Mixe. Was in den Vorfahren an Erbgenen steckt wissen dann aber sicher die wenigsten. Nur wen interessiert es da auch? Der Stammbaum, der im Verein oft icht mal 15 Euro kostet, ist eher nicht die Ersparnis :(

 

Viele Käufer kommen, nachdem sie so ein "Schnäppchen" nach kurzer Zeit beim Tierarzt doch einschläfern durften, zu einem seriösen Züchtern und zahlen am Schluss einfach nur doppelt oder werden regelmäßiger Stammkunde bei Tierarzt.

Natürlich sterben nicht alle Kitten vom "Schwarzzüchter". Und ich denke es gibt wie oben beschrieben auch eine Handvoll dieser "Züchter" denen das Wohl ihrer Kitten am Herzen liegt und sie das für sich best mögliche geben. Aber trifft man genau diesen Einen von Vielen? Und so oder so... ohne Stammbaum hat man keine Rassenkatze sondern einen teueren Mix- denn man weiß nie was wirklich drin steckt.

Leider gibt es auch MEHR ALS GENUG VERMEHRER die einen seriösen Eindruck machen und am Schluss die Gesundheit der Eltern, die Psyche/Gesundheit der Kitten leiden muss.

 

Und natürlich - es gibt auch unter den "seriösen" Züchter schwarze Schafe -das kann man leider nicht leugnen! Aber zum Glück ist es hier eher die Ausnahme (hoffe ich zumindest).

 

Letztendlich muss jeder selber wissen was ihm sein neuer Begleiter Wert ist - der ihm, wenn alles perfekt läuft - die nächsten 15-20 Jahre an seiner Seite sitzt.

 

Für einen Familienurlaub - 2 Wochen mit Flug  - geben die Menschen gerne ihre Tausende Euro  aus ... und wie schnell ist der wieder vorbei!

Bei einem Lebewesen, dass einen Menschen bis zu 20 Jahre treu begleitet, will man auf Teufel komm raus jeden Euro einsparen!?