Die Heilige Birma

 

ist eine Hauskatzenrasse mit halblangem Fell, die zu den Halblanghaarkatzen zählt. Das bedeutet sie haben optisch schönes, "langes" Fell und sind doch sehr pflegeleicht!! Birmakatzen sind Teilalbinos, sogenannte Point Katzen, mit einem hellen, weichen Körperfell und dunklen Abzeichen (Points) an den weniger durchbluteten, kühleren Körperstellen wie Gesicht, Ohren, Schwanz, Beinen und Hoden. Diese Pointzeichnung gibt es in verschiedenen Farben -->wir züchten in den Farben chocolate, seal, blue und lilac in point / tabby (getiegert) und tortie (rot).

Birmakatzen haben blaue Augen. Besonderes Rassekennzeichen ist darüber hinaus die blütenweiße Färbung der Pfoten, die an der Rückseite der Hinterbeine in einem umgekehrten „V“, den sogenannten Sporen, nach oben auslaufen sollte.

Birmakatzen gelten als „goldene Mitte“ zwischen Siam und Perserkatzen, was sich auch auf den Charakter auswirkt, denn sie haben das menschenbezogene und mäßig aktive von der Siamkatze und das ruheliebende, sanftmütige von den Persern. Sie sind gesellige Tiere, die sich allein unwohl fühlen und daher zumindest zu zweit (auch mit anderen Katzenarten) gehalten werden sollten.

 

 

Haltung und Pflege:

 

Birmakatzen gelten wegen ihres ruhigen, sanften Wesens als ideale Wohnungs- und Kinderkatzen. Dies kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen! Ich selbst habe noch nie eine so kinderreundliche Rasse kennen lernen dürfen! Allerdings sind sie sehr familienbezogen und anhänglich und sollten nicht als Einzeltiere gehalten werden. Ein Spielkamerad, egal welcher Rasse ist auf jedenfall empfehlenswert!! Ihr dichtes Fell ist relativ pflegeleicht und neigt - wegen fehlender Unterwolle - kaum zum Verfilzen. Birmas sollten nicht als „Freigänger“ gehalten werden, da sie sehr menschenfreundlich sind und sich auch von fremden Menschen gerne streicheln und hochnehmen lassen. Schnell kann ihr Famlilienmitglied dann fehlen oder unter die Räder kommen!

 

 

Die Legende zur Heiligen Birma:

 

Vor langer Zeit lebte Mun Ha, der ehrwürdige Abt der Kittha Mönche, im Tempel Lau Tsun am Fuße des Lugh Gebirges. Mun Ha hatte einen goldenen Bart, von dem man sagte, der Gott Song Hoi persönlich habe ihn geflochten. Alle Kittha Mönche hatten ihr Leben der Göttin Tsun Kyankze geweiht, die saphirblaue Augen hatte und als Göttin der Seelenumwandlung verehrt wurde. Der Abt Mun Ha besaß einen Kater namens Sinh. Sinh hatte einen weißen Körper, bernsteingelbe Augen und seine Ohren, seine Nase, sein Schwanz, seine Pfoten und seine Beine waren dunkel wie der Boden. Die dunklen Farben deuteten die Mönche als Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührte.

Der Abt Mun Ha verstarb zu einem Zeitpunkt, als die Mönche von feindlichen Stämmen aus Siam angegriffen wurden; die Kittha Mönche waren in dieser gefährlichen Situation jetzt ohne Führung.

 Dann geschah ein Wunder:
Als der Kater Sinh vor den Altar der Göttin sprang und ihre Augen das Tier erblickten, wanderte die Seele des verstorbenen Abts, um in dem Kater weiterzuleben. Die Augen des Katers verfärbten sich so dunkelblau wie die der Göttin, sein Fell wurde goldgelb und seine Pfoten färbten sich als Zeichen der Reinheit blütenwei9. Sinh lebte noch sieben Tage in dem Tempel bevor er starb und die Seele des Abts Mun Ha mit sich nahm. Er brauchte nicht zurück auf diese Welt, da er den Zustand der Vollkommenheit erreicht hatte.

Nach weiteren sieben Tagen versammelten sich die Mönche im Gebet vor der Statue der Göttin um sie um Hilfe für die Wahl eines Nachfolgers für Mun Ha zu bitten. Noch während des Gebetes kamen alle Katzen des Tempels herbei. Sie alle hatten die nun gleiche Gestalt angenommen, wie Sinh – blaue Augen, goldgelbes Fell und, als Zeichen ihrer Reinheit, weiße Pfoten. Die Katzen umringten lautlos den jüngsten der Kittha Mönche und machten ihn so zum Nachfolger des Abtes Mun Ha. Stirbt eine heilige Katze im Tempel Lau Tsun, so nimmt sie die Seele eines verstorbenen Kittha Mönchs mit, die so für immer Eingang ins Paradies findet und ihren Platz an der Seite des Gottes Song Hoi, dem Gott alles Goldenen einnimmt. Aber wehe dem, der eine solche Katze tötet – er wird tausend Qualen erleiden, bis die Seele, die in dieser Katze wohnte, ihm verzeiht.